Das Handy soll sicherer werden

HONG KONG-ASIA-TECHNOLOGY-TELECOM-APPLE-IPHONEEin Frauenfelder Unternehmen hat nach eigenen Angaben den Durchbruch für die sichere Mobiltelefonie geschafft. Die Firma eEnterprises Technology hat eine Verschlüsselungstechnik entwickelt, die Lauschangriffe abwehrt.
Zürich/Frauenfeld – Die neue Entwicklung heisst «Phantophone», wie das Unternehmen mitteilt. Gleichzeitig sei ein Lizenz-Kontroll-System zur Marktreife gebracht worden, mit dem die weltweite Softwarepiraterie eingedämmt werden könne. Wer mit dem Handy telefoniert, ist sich gemäss den Angaben von eEnterprises Technology meist nicht bewusst, dass fast jedermann mithören kann. So würden die USA mit Hilfe ihres Echelon-Systems weltweit fremde Telekommunikation belauschen. Telefonwanzen seien für wenige Hundert Euro legal im Elektronikhandel zu erwerben und liessen sich auch von Laien einfach installieren. Für Profis sei auch das Abhören von Mobiltelefongesprächen kein Problem. Aber auch die meisten europäischen Geheimdienste überwachten den Kommunikationsverkehr. Selbst verbündete Länder scheuten nicht davor zurück, gegenseitig Informationen aus Unternehmen illegal abzugreifen. Gleiches gelte selbstverständlich für Informationen staatlicher Stellen.

Hoher Schaden

18Durch die Lauschangriffe entstünden nicht nur den Privaten, sondern vor allem der Wirtschaft enorme Schäden. Telefonate verschlüsseln könnten zwar viele Anbieter. Bis heute sei es aber nicht gelungen, eine softwarebasierende und geräteunabhängige Verschlüsselung zu realisieren. Nach eigenen Angaben haben die Forscher der eEnterprises Technology eine Softwarelösung entwickelt, die ein Meilenstein in der abhörfreien Mobiltelefonie darstellt. Wie eEnterprises-CEO Joachim Mark dazu erklärte, wird die Software zurzeit in Zusammenarbeit mit namhaften internationalen Partnern in der Praxis getestet. «Die Resultate übertreffen alle unsere Erwartungen», sagt Mark.

19Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsarbeit sei der eEnterprises Technology weiter der Durchbruch im Kampf gegen die weltweit überhand nehmende Softwarepiraterie gelungen. Mit dem «License Control System» (LCS) sei ein System entwickelt worden, das nicht nur dem Volkssport «Softwareklauen» Einhalt gebiete, es werde auch professionellen Softwarekopierern das Geschäft vermasseln. Gemäss einer Studie seien allein im Jahr 2000 in Westeuropa 34 Prozent aller installierter Softwareprodukte ohne Lizenz gelaufen und hätten damit einen Schaden für die Software-Hersteller in Höhe von rund 3 Milliarden Dollar verursacht. Ein wirksamer Schutz werde vom Markt gefordert.