Internet-Attacken machen wachsam

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Die Hackerattacken, die regelmässig in der Internetszene für Aufruhr sorgen, werfen Fragen auf. Sind solch Angriffe auch bei den Internetprovidern in der Region wahrscheinlich, und sind die Daten von Privat- und Firmenkunden geschützt?

Die Hackerattacken, welche kürzlich grosse internationale Websites lahm legten, haben auch in der Region Rorschach das Bewusstsein für die Verletzlichkeit des Internets geweckt.Bei den jüngsten Attacken wurden Computer von Hackern so beeinflusst, dass sie ganze Datenlawinen mit Hunderten von Megabits pro Sekunde auf die betroffenen Webserver losliessen und diesen für Stunden blockierten.

Sicherheit gewährleistet?

downloadEine Situation, welche private Internetnutzer zumindest verärgert. Für Firmen, welche ihre Produkte oder Dienstleistungen auch mittels ihrer Homepages anbieten, kann ein derartiger Ausfall indes erhebliche, wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen, zumal auch die in der Geschäftswelt nicht mehr wegzudenkende elektronische Post (E-Mail) lahm gelegt wird.Durch die täglichen Medienberichte aufgeschreckt, macht sich in der Benutzerwelt auch berechtigte Sorge um den Schutz persönlicher oder firmenspezifischer Daten breit. Laut Auskunft von Michael Niederer, Techniker bei der Paus AG in Tübach, ist diese Sorge lokal betrachtet nicht gerechtfertigt. «Wir sind zwar mit rund 3000 Kunden der grösste Provider in der Region, aber dennoch zu klein, um das Interesse potenzieller Hacker auf uns zu ziehen.»

Keine unbefugten Zugriffe

Dennoch wird dem Thema Sicherheit bei der in der Schweiz und im Ausland erfolgreich operierenden Firma grosse Beachtung geschenkt. Um wichtige Daten von betreuten Firmen zu schützen, wird zum Beispiel «Firewall» eingesetzt, quasi ein elektronisches Schutzschild, welches unbefugte Zugriffe aus dem Internet erkennt und diese blockiert. Vorfälle dieser Art sind bei der Paus AG bis anhin aber keine registriert worden.Trotzdem ist die Sicherheit beim Umgang mit dem Internet immer in Frage gestellt, sagt Niederer, daaeaaqaaaaaaaaljaaaajdrkzgmxmgm1lthknjktndjiyy1izjfllthlzmyynzu2y2izyqenn diese ist erst dann voll gegeben, wenn der Benutzer beim Surfen grundlegende Sicherheitsaspekte einhält. «Insbesondere beim Herunterladen von Gratissoftware und anderer angebotener Tools ist die Gefahr nicht unerheblich, dass sich ein Virus im System einnistet. Im Hintergrund aktive, sogenannte trojanische Pferde sind dabei besonders heimtückisch, ermöglichen diese Programme doch unter Umständen Aussenstehenden den Zugriff auf den betroffenen PC.»

Vorsicht bei fremden E-Mails

E-Mails sollte man nach Empfehlung von Niederer nur dann öffnen, wenn der Absender bekannt ist oder man sicher sein kann, dass es sich um keine infizierte Meldung handelt.Die Sabotageakte im Internet haben auch das Online-Banking in Frage gestellt. Wer seine Bankgeschäfte über den Internetzugang seines Providers abwickelt, kann dies laut Niederer auch künftig problemlos tun. «Beim Online-Banking kommt eine 128-Bit-Verschlüsselung zur Anwendung, welche eine 100-prozentige Sicherheit gewährt. Diese wird auch dadurch erreicht, dass sich der Code laufend verändert.» Aber auch diesbezüglich ist jeder Internetbenutzer für die Sicherheit seiner Daten mitverantwortlich. «Wer seine Kennwörter und Benutzercodes frei zugänglich herumliegen lässt, öffnet illegalen Zugriffen natürlich Tür und Tor.»

Im Zweifel lieber nicht

download-2Besondere Vorsicht sollte man walten lassen, wenn man im Internet auf Einkaufstour geht und dabei mit der Kreditkarte bezahlen möchte. «Nur Webseiten, bei denen das SSL-System zur Anwendung kommt, können als sicher eingestuft werden», mahnt Niederer. Fehlt dieser Hinweis, während der Kartentransaktion wird darauf aufmerksam gemacht, oder man ist sich seiner Sache nicht sicher, sollte man im Zweifel lieber auf das Bezahlen mit seiner Kreditkarte verzichten.